Ulrich Land wurde 1956 in Köln geboren. Ebendort studierte er Germanistik, Geographie und Philosophie. Seit 1987 arbeitet er als freier Autor und schreibt Erzählungen, Reportagen, Essays, Theaterstücke und Lyrik. Sein Hauptstandbein aber ist derzeit das Radio. So hat er ARD-weit über 60 Funkfeatures geschrieben, unter anderem über: die Süße des Grauens, das Wetter, die Stille, die Lichtsucht der High-Light-Gesellschaft, die Verpackung, die Seele des Computers, das Abenteuer, die Masse, das Wilde, den Knast, das Paradies, den Weltuntergang, das Warten, über Gummi, das Lächeln der Leiche, über Kannibalismus und Eros, das Altern, das Wasser, den Ekel, die Eitelkeit des Mannes, über Masken, die Achterbahn, den Tunnel, Automatenmenschen, den Boom der Berge, die Zukunft des Radios, den Raumtraum, über das neue Sparfieber, die Rechtschreibreform, die Elite-Uni-Debatte, das Schrumpfen der Städte, über die Hinterlassenschaften unserer Epoche in 500 Jahren und die Download-Wisser.

Außerdem wurden fast 40 Hörspiele von ihm gesendet, die zum Beispiel eine Republikflucht am Tag vor dem Mauerfall zum Thema hatten, oder Verzweiflungen am Rand des Fortschritts, Sabotageaktionen im Berliner Regierungsviertel, den Mord an Christopher Marlowe und den Selbstmord Kleists; Nabokovs Lolita wurde enttarnt, Tucholskys ungeklärtes Ende ungeklärt gelassen, ebenso wie Horváths Tod auf den Champs-Élysées; eine Leiche wurde in einer Rasenrolle für ein WM-Stadion entsorgt und eine im Keller des Startbahn-West-Widerstands aufgefunden, ein Kommissar musste erkennen, dass nur er selbst der Mörder sein kann, den er sucht, und ein Cellist wirbelte mit einem Museumswärter um die Wette durch den akustischen Raum ...

Darüber hinaus hat Ulrich Land zwei Libretti für akustische Kunst-Kompositionen zu Hölderlin bzw. Velimir Chlebnikov geschrieben, zahlreiche Beiträge in Anthologien veröffentlicht sowie mehrere Bücher und zwei Literaturzeitschriften als Herausgeber betreut. Lange Jahre war er bei den Einslive-Lauschangriff-Hörspielen als Moderator regelmäßig auf Sendung. Im Herbst 2008 legte er seinen Debütroman vor: "Der Letzte macht das Licht aus. Norwegen-Krimi mit Rezepten", der beim Oktober Verlag in Münster erschien. Beim gleichen Verlag veröffentlichte er 2010 seinen Eifel-/Island-Roman "Einstürzende Gedankengänge" und 2011 den Nordatlantik-Krimi "Und die Titanic fährt doch", mit dem er ein halbes Jahr landauf, landab tourte und ein Untergangsdinner nach dem anderen bestritt. Im März 2013 erschien ebenfalls beim Oktober Verlag sein vierter Roman "Krupps Katastrophe", mit dem er sich und seine Leser ins Jahr 1902 zurück katapultiert. Im März 2014 veröffentlichte er - passend zum 450. Geburtstag des Großdichters - den Roman "Messerwetzen im Team Shakespeare", der sich mit den roten Flecken auf dessen weißer Weste befasst. Außerdem arbeitet er als Dozent für "creative writing" unter anderem an der Universität Witten/Herdecke. Seine Arbeiten wurden mehrfach mit Stipendien der Filmstiftung NRW und des Kulturministeriums NRW bedacht und erhielten mehrere Auszeichnungen, u. a. den Wuppertaler Literaturpreis und den Kölner Medienpreis; eins seiner Hörstücke wurde zum Hörspiel des Monats gekürt. Er ist Mitglied im Verband Deutscher Schriftsteller und im Syndikat, der Vereinigung deutschsprachiger Krimischriftsteller.